Wissenswertes über die Schlafphasen Deines Babys

Der Schlaf ist für das Baby gerade in seinen ersten Monaten besonders wichtig. Das bedeutet für die Eltern auch, dass die Schlafphasen ihres Neugeborenen ihren eigenen Lebensrhythmus bestimmen. Für ihre eigene Gesundheit und die des Kindes, sollten sie, alles daran setzen, dass ihr kleiner Liebling gut schlafen kann. Unter anderem kann dabei eine Spieluhr helfen.

Schlafphasen beim Baby: Unterschied zum Schlaf des Erwachsenen

Junge Eltern sollten wissen, wie der Schlaf eines Babys in den ersten Lebenswochen und -monaten verläuft. Nur mit diesem Wissen können sie sich darauf einstellen und ihren eigenen Schlafrhythmus daran anpassen. Oft wechselt sich ein Elternpaar beim Schlafen ab. Das verwundert nicht: Neugeborene schlafen zwar insgesamt viel mehr als Erwachsene und auch ältere Kinder, doch sie wachen immer wieder nach kürzeren Phasen auf, weil sie hungrig sind und die Windel voll ist. Ihr Körper verdaut ganz anders, die Rhythmen sind wesentlich straffer. Wenn das Kind dann nach wenigen Stunden wach wird, muss ein Elternteil zur Stelle sein. Das wird oftmals mitten in tiefster Nacht sein. Deshalb hat der Gesetzgeber die Elternzeit eingerichtet. Eltern, die sich um ein Neugeborenes kümmern müssen, können kaum jemals vollkommen ausgeruht und fit zur Arbeit erscheinen. Dass Babys so schnell wieder erwachen, hat seinen Grund: Jeder Schlaf ist in verschiedene Phasen untergliedert. In diesen variieren die Aktivitäten des Körpers und des Gehirns zum Teil erheblich. Alle Phasen des Schlafs, die aufeinanderfolgen, bilden gemeinsam einen Zyklus. Wenn ein Lebewesen diesen Zyklus vollständig durchläuft, fühlt es sich ausgeschlafen. Dabei ist weniger die Dauer des Schlafs entscheidend: Jede Phase muss nur in sich rund verlaufen, auch sollten wir nicht zwischendurch geweckt werden. Nun unterscheiden sich sowohl die Phasen des Schlafs als auch der Aufbau der Zyklen zwischen Babys und allen älteren Menschen (vom Kind bis zum Greis) sehr. Es gibt drei wesentliche Unterschiede:

  • #1: Der Schlaf von Säuglingen ist durch sehr kurze Phasen gekennzeichnet.
  • #2: Gleichzeitig hat ein Schlafzyklus beim Säugling weniger Phasen.
  • #3: Neugeborene wachen nach einem abgeschlossenen Zyklus meistens auf, während wir etwa ab dem dritten Lebensjahr eher durchschlafen. Eigentlich wachen wir auch nach einem Zyklus auf, nehmen das aber nicht wahr, weil wir gleich wieder einschlafen. Unsere Babys hingegen bleiben wach, können hungrig sein, sich in der vollen Windel unwohl fühlen und auf jeden Fall nach Zuwendung verlangen. Nicht immer quengelt das Kleine beim Aufwachen. Manche Eltern berichten erstaunt, dass ihr Kind nachts bisweilen ruhig, freundlich und mit offenen Augen in seinem Bettchen liegt.

Die Einschlafphase: Wie findet das Neugeborene in den Schlaf?

Die erste Phase des Schlafs ist die Einschlafphase. Dass der Säugling schlafen möchte, ist ihm anzusehen, auch wenn er noch wach ist. Sein Blick wird glasig, er ballt die Fäuste, oft beginnen Babys dann zu quengeln. Während ihrer ersten Lebenswochen ist es schon nach einer bis anderthalb Stunden so weit: Das Neugeborene braucht schon wieder Schlaf. Diesen sollten die Eltern unterstützen. An dieser Stelle ist eine Spieluhr äußerst nützlich. Die Babys lieben diese quasi auf Anhieb und schlafen bei ihrem Klang ganz wunderbar ein. Natürlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, den Einschlafvorgang zu unterstützen. Eltern können ihren Liebling in den Armen ein wenig wiegen und dabei ein Lied singen. Auch eine Wiege unterstützt das Einschlafritual.

Der leichte Schlaf mit der Traumphase des Babys

Die Traumphase ist die Phase des REM-Schlafs. Die Schlafforschung unterscheidet schon länger zwischen den beiden Arten des Schlafs REM-Schlaf (REM für schnelle Augenbewegung = Rapid Eye Movement) und Non-REM-Schlaf. Die Augenbewegung des REM-Schlafs können wir bei einer schlafenden Person kaum sehen, die Augen bewegen sich unter ihren geschlossenen Lidern. Doch der Rest unseres Körpers ist ebenfalls in Bewegung. Auch Babys haben eine REM-Schlafphase. Sie lächeln dann, manchmal weinen sie, ohne aufzuwachen. Auch geben sie gern Laute von sich. Babys träumen also genauso wie wir. Sie verarbeiten wie wir die Eindrücke ihrer Wachphasen. Eine REM-Schlafphase sollte man tunlichst nicht unterbrechen. Menschen, die während dieser Phase geweckt werden, reagieren äußerst gereizt. Was das für einen Säugling bedeutet, können wir uns vorstellen: Er weint und schreit ganz fürchterlich. Davon abgesehen sind Träume für die psychische Gesundheit von Erwachsenen und für die Entwicklung von Kindern sehr wichtig. Babys haben aus diesem Grund längere REM-Schlafphasen als Erwachsene.

Der Tiefschlaf: Entspannung und Erholung

Der REM-Phase folgt unweigerlich die Non-REM-Phase, bei der sich der Säugling entspannt und dabei nicht träumt. Diese Phase ist wiederum wichtig, damit er in Ruhe neue Kraft sammelt. Auch ohne Tiefschlafphase wäre er nach dem Aufwachen gereizt und noch nicht ausgeschlafen. In den ersten zwei bis drei Lebensmonaten von Babys nimmt die Tiefschlafphase rund die Hälfte ihrer gesamten Schlafzeit ein. Das ist nicht viel: Im Laufe des kommenden Lebensjahres steigt dieser Anteil deutlich und liegt dann bei Erwachsenen bei etwa 75 bis 80 %. Trotzdem brauchen Babys auch ihren Tiefschlaf.

Schlafdauer von Babys

Viele junge Eltern fragen sich, ob es normal ist, dass ihr kleiner Liebling so lange schläft. Die Antwort ist einfach: Ja, es ist normal. Die Babys verbringen ihre ersten Lebensmonate überwiegend schlafend. Während ein Erwachsener mit sechs bis acht Stunden Schlaf täglich auskommen kann, sind es bei Babys über den Tag 16 bis 18 Stunden. Dabei ändert sich ihr Schlafrhythmus innerhalb der ersten Lebensmonate kontinuierlich. Das liegt vor allem daran, dass der Anteil der Tiefschlafphase deutlich zunimmt. Gleichzeitig sinkt die gesamte Schlafdauer. Allmählich bildet sich im Verlauf der ersten neun Lebensmonate ein Tag-Nacht-Rhythmus heraus. Das entlastet die Eltern: Ihr Kind schläft dann eher nachts und lässt auch sie zur gewohnten Zeit schlafen. Die neun Monate sind ein ungefährer Anhaltspunkt. Manche Babys sind schon nach acht Monaten so weit, manche erst nach einem Jahr.

Sind die nächtlichen Wachphasen des Babys normal?

Ja, das sind sie. Wie schon vorn vermerkt wachen wir alle nachts nach einem Schlafzyklus kurz auf, doch spätestens ab dem sechsten bis achten Lebensjahr vergessen wir das. Wir schlafen unmittelbar darauf wieder ein. Das klappt bei den Jüngsten noch nicht: Sie werden richtig wach und weinen dann oft. Damit rauben sie ihren Eltern den Schlaf, die oftmals gleichzeitig die Windel wechseln und den Säugling füttern müssen. Moderne Windeln sollen so aufgebaut sein, dass sie dem Babypo kaum die Ausscheidungen signalisieren, doch das klappt entgegen der Werbeversprechen der Hersteller natürlich nicht komplett. Gegen Hunger ist ohnehin kein Kraut gewachsen. Auch Licht oder Geräusche könnten das Wiedereinschlafen des Babys behindern, weshalb die ruhige, dunkle (aber nicht zu dunkle) Umgebung enorm wichtig ist. Wenn Eltern nun die Schlafphasen relativ genau einschätzen können, werden sie sich darauf einstellen und dem Baby nach dem Wechsel der Windel und dem Füttern anschließend mit einer Spieluhr wieder beim Einschlafen helfen.